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Das Projekt Hannibal Der Fall Barschel von Eduard Breimann

Das Projekt Hannibal
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  • Gebundene Ausgabe
  • Erschienen: September 2007
  • Titel führen wir nicht bzw. nicht mehr.
  • Erschienen bei: Universal-Frame GmbH
  • ISBN-10: 3-9522981-4-X
  • ISBN-13: 9783952298145
  • Einband: gebunden, 22,5 cm
  • Auflage: 1. Auflage
  • Seitenzahl: 402
  • Gewicht: 825 g
  • Sprache(n): Deutsch
  • CHF 35.90
  • Dieser Artikel ist leider nicht mehr lieferbar.  
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Kurzbeschreibung zu "Das Projekt Hannibal"

Leseprobe aus "Das Projekt Hannibal - Der Fall Barschel" von Eduard Breimann

Arik galt als der härteste Killer der Metsada, den alle, die ihn kannten, fürchteten. Er hörte ausschließlich auf Aviles Kommando. Der hatte ihn als vierzehnjährigen Jungen aus der Gosse geholt und ihm den Namen Arik gegeben.
Er lebte damals in Tel Aviv vom Betteln und Stehlen. Er war ohne Eltern, die in einem der Kibbuze bei einem Granatenangriff der aufständischen Palästinenser ums Leben gekommen waren. Es war Shukot, das Laubhüttenfest, das alle ausgelassen feierten, denn es war ein weltliches Fest und seine Eltern waren fröhlich. Da war er gerade acht Jahre alt geworden, wie er sich später erinnerte. Die Feier, bei der sein Vater gesungen hatte, vergaß er nie; nur seinen Namen, den hatte er im halb zerstörten Kibbuz gelassen, als er sich leicht verletzt auf den Weg gemacht hatte.
Erst später, in der großen Stadt Tel Aviv, die er noch nie gesehen hatte, war der Schock einer eisigen Kälte gewichen. Sie füllte ihn noch heute aus. Und er hatte diese Kälte zu einem Hass gewandelt, der sein Leben, sein ganzes Leben bestimmte. Nicht einmal Sabra, seine Frau, war davon verschont worden; sie lebte schon seit geraumer Zeit in einem Kibbutz, weil sie sein Hass zu ersticken drohte.
„Arik. Ja das ist gut. Einen anderen Namen brauchst du nicht. Ich mach dich zu Arik, den die Leute fürchten werden“, hatte Usi ihm gesagt und ihn unter seine Fittiche genommen.
Ja, sie hatten ihn fürchten gelernt. Viele, denen er zum letzten Mal in ihrem Leben gegenüber stand und viele, die von einem geheimnisvollen unbekannten Killer mit Namen Arik gehört hatten. Die erbarmungslosen Ausbilder hatten einen neuen Mann aus ihm gemacht.
Er konnte töten! Und bei jedem Mal forschte er sich aus, fragte sich, ob sein Hass geringer geworden war. Aber noch nie hatte ihn das Töten verändert. Nie! Wenn er ein Leben auslöschte, dann hatte er das Gefühl Gott zu sein.
„Er gibt es und ich nehme es“, dachte er oft, wenn er sein Opfer betrachtete.
Dabei glaubte er nicht einmal an Gott, an diesen Jahwe, den die Menschen in seiner Umgebung verehrten und mit unverständlichen Zeremonien huldigten. Welche Macht sollte er haben? Leben geben? Leben nehmen? War das alles? Dieser Jahwe hatte zugelassen, dass seine Eltern von brüllenden glutheißen Eisensplittern zerfetzt wurden. Warum sollte man so ein Wesen verehren?
Er brauchte diesen Bezug nur, um das Gefühl beschreiben zu können, das ihn durchströmte, wenn er tötete.
Manchmal hatte er sich dabei eine Waage gewünscht, eine mit der er den Tod messen konnte. Den Leib des Todeskandidaten wiegen, ihn töten und erneut wiegen. Genau 21 Gramm, so hatte ihm jemand in der Ausbildung gesagt, verlöre der Mensch im Moment des Todes.
„Also wiegt das, was sie Seele nennen, 21 Gramm. Was sonst flieht aus dem Körper?
Ein Leichtgewicht! Und in dieser Seele soll alles sein, was einen Menschen ausmacht? 21 Gramm! Unfassbar!

Beschreibung von "Das Projekt Hannibal"

Dieser Thriller basiert nicht, wie sonst meist üblich, auf Fiktionen, sondern stellt eine Wirklichkeit dar, die sich mitten unter uns, in unglaublicher Weise und ohne Wissen der Öffentlichkeit, ereignet hat.
Er zeigt, wie mit Duldung der deutschen Regierung, der BND ausländischen Diensten die Möglichkeit gab, Waffengeschäfte zwischen verfeindeten Nationen, in Deutschland, abzuwickeln und die Ausbildung von Kampfpiloten durchzuführen.
Eduard Breimann schildert in romanhafter Form die Einfädelung und Durchführung des Deals, wie auch die brutalen Massnahmen des Mossad, mit dem dieser jede Einmischung in sein Geschäft massiv zu unterdrücken suchte.
Als fiktiver Protagonist tritt mit Wolfgang Anders ein BND-Mann auf, der die ausländischen Aktivitäten auf seine Weise beenden will. Er vertritt, synonym, die Einstellung des Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel, der erst spät von den Vorgängen erfuhr, sich energisch dagegen verwahrte und damit Anlass zu seiner Ermordung gab.
Nicht zuletzt klärt dieser Roman über die sogenannte Barschel-Affaire während der Landtagswahl 1987 auf und zeigt, wie sie mit dem Waffendeal verwoben war.
Alle wesentlichen Vorgänge dieses Thrillers basieren auf sorgfältigen Recherchen, So wird die Ermordung Uwe Barschels in Genf anhand der aktuell vorliegenden, kriminalistischen Untersuchungen minütiös dargestellt.
Eduard Breimann bietet mit seinem neuen Roman Aufklärung über bisher rätselhafte Vorkomnisse und, nicht zuletzt, ein faktenreiches und spannendes Lesevergnügen auf internationalenSchauplätzen: in Iran, Israel, Italien, Dänemark und vor allem in Deutschland.

Leseprobe aus "Das Projekt Hannibal"

Arik galt als der härteste Killer der Metsada, den alle, die ihn kannten, fürchteten. Er hörte ausschließlich auf Aviles Kommando. Der hatte ihn als vierzehnjährigen Jungen aus der Gosse geholt und ihm den Namen Arik gegeben.
Er lebte damals in Tel Aviv vom Betteln und Stehlen. Er war ohne Eltern, die in einem der Kibbuze bei einem Granatenangriff der aufständischen Palästinenser ums Leben gekommen waren. Es war Shukot, das Laubhüttenfest, das alle ausgelassen feierten, denn es war ein weltliches Fest und seine Eltern waren fröhlich. Da war er gerade acht Jahre alt geworden, wie er sich später erinnerte. Die Feier, bei der sein Vater gesungen hatte, vergaß er nie; nur seinen Namen, den hatte er im halb zerstörten Kibbuz gelassen, als er sich leicht verletzt auf den Weg gemacht hatte.
Erst später, in der großen Stadt Tel Aviv, die er noch nie gesehen hatte, war der Schock einer eisigen Kälte gewichen. Sie füllte ihn noch heute aus. Und er hatte diese Kälte zu einem Hass gewandelt, der sein Leben, sein ganzes Leben bestimmte. Nicht einmal Sabra, seine Frau, war davon verschont worden; sie lebte schon seit geraumer Zeit in einem Kibbutz, weil sie sein Hass zu ersticken drohte. „Arik. Ja das ist gut. Einen anderen Namen brauchst du nicht. Ich mach dich zu Arik, den die Leute fürchten werden“, hatte Usi ihm gesagt und ihn unter seine Fittiche genommen.
Ja, sie hatten ihn fürchten gelernt. Viele, denen er zum letzten Mal in ihrem Leben gegenüber stand und viele, die von einem geheimnisvollen unbekannten Killer mit Namen Arik gehört hatten. Die erbarmungslosen Ausbilder hatten einen neuen Mann aus ihm gemacht.
Er konnte töten! Und bei jedem Mal forschte er sich aus, fragte sich, ob sein Hass geringer geworden war. Aber noch nie hatte ihn das Töten verändert. Nie! Wenn er ein Leben auslöschte, dann hatte er das Gefühl Gott zu sein.
„Er gibt es und ich nehme es“, dachte er oft, wenn er sein Opfer betrachtete.
Dabei glaubte er nicht einmal an Gott, an diesen Jahwe, den die Menschen in seiner Umgebung verehrten und mit unverständlichen Zeremonien huldigten. Welche Macht sollte er haben? Leben geben? Leben nehmen? War das alles? Dieser Jahwe hatte zugelassen, dass seine Eltern von brüllenden glutheißen Eisensplittern zerfetzt wurden. Warum sollte man so ein Wesen verehren?
Er brauchte diesen Bezug nur, um das Gefühl beschreiben zu können, das ihn durchströmte, wenn er tötete.
Manchmal hatte er sich dabei eine Waage gewünscht, eine mit der er den Tod messen konnte. Den Leib des Todeskandidaten wiegen, ihn töten und erneut wiegen. Genau 21 Gramm, so hatte ihm jemand in der Ausbildung gesagt, verlöre der Mensch im Moment des Todes. „Also wiegt das, was sie Seele nennen, 21 Gramm. Was sonst flieht aus dem Körper?
Ein Leichtgewicht! Und in dieser Seele soll alles sein, was einen Menschen ausmacht? 21 Gramm! Unfassbar!

Portraits

Eduard Breimann: Schon während seiner Tätigkeit in einem grossen Unternehmen, war der 1940 in einer Stadt am Rhein geborene Autor für verschiedene Zeitungen journalistisch tätig. Die intensive Beschäftigung mit der Gechichte seiner Heimat führte dann zur Veröffentlichung von drei Büchern aus seiner Feder, die lokal grossen Anklang fanden.
Daneben schrieb Eduard Breimann zahlreiche Kurzgeschichten, von denen einige mit Preisen ausgezeichnet wurden. 2005 erschienen von ihm im Universal Frame Verlag zwei Taschenbücher mit Erzählungen: "Der Tod hat ein Gesicht" und "Die schwarze Katze". In diesen bringt er uns, intensiv und unter die Haut gehend, die Schicksale von Aussenseitern nahe, aber auch Probleme die uns allen geläufig sind.
Mit "Das fremde Land" erscheint jetzt sein erster Roman als Hardcover. Hier schildert er packend das Schicksal einer ehemaligen Zwangsarbeiterin im Russland der Stalinzeit, in Nazideutschland und ihren wenig erfreulich verlaufenden Besuch in der heutigen Bundesrepublik.