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Wenn das Schlachten vorbei ist Roman von T. C. Boyle

  • Gebundene Ausgabe
  • Erschienen: 06.02.2012
  • Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
  • Erschienen bei: Hanser
  • ISBN-10: 3-446-23734-8
  • ISBN-13: 9783446237346
  • Einband: gebunden,
  • Seitenzahl: 461
  • Gewicht: 680 g
  • Stilrichtung: Roman
  • Sprache(n): Deutsch

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Kurzbeschreibung zu "Wenn das Schlachten vorbei ist"



Zwei Fraktionen von Umweltschützern liefern sich einen erbitterten Kampf. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien, wo die Umwelt vom Menschen empfindlich gestört wurde. Soll man das Gleichgewicht des Ökosystems mit viel Steuergeldern wiederherstellen - was zwangsläufig die Ausrottung mancher Tierarten bedeutet -, oder soll man um jeden Preis das Töten verhindern? T. C. Boyles furioser, apokalyptischer Roman handelt von der Ausbeutung der Natur durch den Menschen und den katastrophalen Folgen. Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst.


Portraits

Dirk van Gunsteren: Dirk van Gunsteren, geboren 1953 in Düsseldorf, arbeitet seit 1994 als Übersetzer und hat unter anderem Thomas Pynchon, V. S. Naipaul, Philipp Roth und Patricia Highsmith ins Deutsche übertragen.
T. C. Boyle: T. Coraghessan Boyle wurde 1948 in Peekskill, New York im Hudson Valley geboren. Er war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing. Sein 1987 erschienener Roman "World's End" brachte ihm höchstes Lob der Kritik. Noch im selben Jahr erhielt Boyle den PEN/Faulkner-Preis.

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 «Wenn die Grenzen der Legalität verschwimmen!»  von einer Kundin oder einem Kunden (05.08.2012):

Auf den Inseln vor Santa Barbara kam es in den letzten Jahrzehnten zu einigen schwerwiegenden Veränderungen in den einzelnen Ökosystemen der Inseln. Zum Teil naturbedingt, aber auch durch den Menschen verursacht, haben sich Tierpopulationen und Artenvielfalt stark verändert.
Die Umweltschützerin Alma möchte einen "ursprünglichen" Zustand wiederherstellen. Teilweise mit drastischen Mitteln. Ihr gegenüber steht der Tierschützer Dave LaJoy, der auch nicht gerade zimperlich ist, um seine Überzeugungen durchzusetzen. Einige Male bewegt er sich auf einem schmalen Grad zwischen Legalität und Kriminalität.
Beide Parteien meinen das Richtige im Namen der Umwelt zu wollen und geraten dabei immer wieder aneinander.
Doch wo sind die Grenzen? Wie weit darf man eingreifen und auf wessen Kosten geschieht das?
Umweltschutz mal anders, man erkennt die Wichtigkeit und wird zum nachdenken angeregt und sieht auch die Gefahren, wenn der Mensch mal wieder über sein Ziel hinaus schießt!

 «Wieder ein echter Boyle»  von einer Kundin oder einem Kunden (20.06.2012):

Ich hatte fast das Interesse an T. C. Boyle verloren, nachdem ich in seinem grauenhaft langweiligen Werk "Die Frauen" irgendwo mittendrin steckengeblieben war. Aber hier zeigt er sich wieder in Hochform. Der gewählte Hintergrund, die Vertilgung von fremden, eingeführten Tierarten auf den kalifornischen Kanalinseln, ist ein realer. Boyle hält sich mit Zahlen und anderen Fakten sehr an die tatsächlichen Gegebenheiten, was dem Roman ganz sicher nicht abträglich ist. Wenn man sich im Internet über das Renaturierungsprojekt informiert, würde man sich nicht wundern, dort ein Foto von "Dr. Alma" zu finden, so genau hat Boyle recherchiert.
Der Konflikt zwischen kühlen, rationalen Wissenschaftlern und leidenschaftlichen, spontanen Tierschützern wird überzeugend dargestellt, und es fällt anfangs nicht leicht zu erkennen, ob und für wen Boyle vielleicht Partei ergreift. Das wird allein durch die Entwicklung der Handlung deutlich, durch Charaktereigenschaften seiner Figuren und ein fatales Ende, das ganz in der Tradition früherer Romane von Boyle steht.
Ein spannendes Buch mit einem Thema, zu dem die meisten Menschen entweder bereits eine Meinung haben, oder aber schnell dazu zu bringen sind, darüber nachzudenken.

 «Gibt es eine einzige Wahrheit beim Umweltschutz»  von einer Kundin oder einem Kunden (05.04.2012):

Auf den Channel Islands vor der Küste Kaliforniens spielt der Großteil der Handlung dieses Buches, das den Konflikt zwischen Naturschützern, die von eingeschleppten Tierarten gefährdeten Verhältnisse wieder herstellen wollen einerseits und radikalen Tierschützern andererseits thematisiert. Rund um zwei Hauptfiguren erzählt Boyle nicht linear, sondern zum Teil in Rückblenden die manchmal sehr dramatischen Geschichten der Beteiligten.
Durch die Konstruktion spannend zu lesende Auseinandersetzung mit dem Thema Natur und Umwelt an Hand der Schicksale der durchaus widersprüchlichen Figuren. Für Leser wie mich besonders erfreulich, die Landkarte im Umschlag des Buches.

 «Wo fängt Naturschutz an ?»  von einer Kundin oder einem Kunden (01.04.2012):

Alma Takesue arbeitet als Biologin für die Naturschutzbehörde der Santa-Barbara-Inseln. Sie ist davon überzeugt, daß Tiere die später durch Menschen auf die Inseln eingeschleppt wurden, dort nichts zu suchen haben. Alma möchte die dort lebenden Ratten durch eine Aktion vergiften. Das möchte der fanatische Tierschützer Dave Lajoy mit allen Mitteln verhindern. Beide Hauptfiguren werden durch Boyle genau geschildert. Er liefert dem Leser keine Lösung. Boyle zeigt die Schwierigkeit für die Menschen einmal gemachte Fehler in der Natur korrigieren zu wollen.

 «Umweltschutz oder Tierschutz? Wer hat recht?»  von einer Kundin oder einem Kunden (20.03.2012):

Vor der Küste Kaliforniens entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen Tierschützern und Umweltaktivisten.
Soll das natürliche Gleichgewicht einer Inselgruppe wirklich wieder hergestellt werden – auch wenn dafür das töten mehrerer Tierarten von Nöten ist?

Mit Spannung und Dramatik liefert uns T. C. Boyle gute Argumente für das Für und Wider beider Seiten, so dass man nicht weiß auf welche man sich schlagen soll… Und gibt es überhaupt eine “richtige“ Seite?

Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.

 «Umweltschutz kritisch betrachtet»  von einer Kundin oder einem Kunden (04.03.2012):

Wo fängt Umweltschutz an und wo muß er enden?
Sind Ratten keine schützenswerten Lebewesen, weil sie nicht so niedlich sind wie so manch andere Tiere?
Wie radikal darf oder muß man vorgehen?
Boyle sieht dieses Thema sehr gesellschaftskritisch und regt zum Nachdenken an.
Für alle T.C.Boyle ein absolutes Muß.

 «Umweltschützer VS Tierschützer»  von einer Kundin oder einem Kunden (27.02.2012):

In Boyles neuem Roman stehen sich zwei Menschen gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite versucht Alma, eine Wissenschaftlerin das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder herzustellen, indem sie Ratten vergiften lässt, dessen Population dafür gesorgt hat, dass einige Vögel auf der Insel fast ausgestorben sind und auf der anderen Seite kämpft der fanatische und zugleich romantische Rabauke Dave LaJoy mit allem Mittel darum, genau diese Ratten zu retten. Dieser Kampf spitzt sich nach und nach immer mehr zu. Sehr gut hat mir gefallen, dass es in diesem Roman kein Gut oder Böse gibt, kein Richtig oder Falsch. Der Leser wird mit den einzelnen Betrachtungsweisen der einzelnen Protagonisten konfrontiert und muss sich selbst seine Gedanken machen. So ist er hin und her gerissen, zwischen den verschiedenen Betrachtungsweisen. Leider hätte hier meiner Meinung nach Boyle etwas mehr daraus machen können und manchmal baut er in dem Roman einen sehr guten Spannungsbogen auf, bricht diesen aber dann leider ab, ohne ihn richtig zu Ende zu führen. Zwar nicht Boyles bester Roman, aber für alle, die sich für das Thema interessieren empfehlenswert zu lesen.

 «Naturschutz- persönlich, schwierig, gegensätzlich»  von einer Kundin oder einem Kunden (21.02.2012):

Naturschutz ist eine schwierige Sache, und wie bei fast allen Dingen gibt es verschiedene Sichtweisen und Meinungen: soll man eine Insel in den ursprünglichen, d. h. den Zustand, der herrschte, bevor der Mensch diverse Arten (Pflanzen und Tiere) einschleppte, zurückführen? Oder ist das halt der Lauf der Natur, Arten werden von wem auch immer auf andere Inseln gebracht, und jedes (auch das eingeschleppte) Tier ist schützenswert?

Alma Takesue ist als Biologin der Umweltbehörde zuständig dafür, sogenannte invasive Arten auf den Santa-Barbara-Inseln zu eliminieren, um den ursprünglich einheimischen Tieren eine Überlebenschance zu geben. Dazu müssen zuerst die Ratten auf Anacapa getötet werden.

Dave LaJoy ist ihr Gegenspieler: ein fanatischer Tierschützer, der mit aller Macht gegen die „Tierkiller“ vorgehen will und mit seiner Gruppe diverse Sabotageakte plant.

Nachdem so ein Sabotageakt misslingt, ist Alma mit ihrer Aktion, die Ratten zu vergiften und Anacapa wieder für die Vögel sicherer zu machen, erfolgreich. Doch schon tut sich die nächste Front auf: Die Schweine auf Santa Cruz müssen aus ihrer biologischer Sicht weg…

T.C. Boyle schildert diesen Kampf zweier engagierter Naturschützer, indem er die Figuren in all ihrer charakterlichen Vielschichtigkeit zeigt, man fühlt mit beiden und ist sich nicht sicher, auf wessen Seite man sich schlagen soll. Neben Alma und Dave ist Anise die wichtigste Figur, sie hat ihre eigene, spezielle Geschichte mit den Inseln. Auf über 450 Seiten werden diese drei ausgeleuchtet, mit ihren Familiengeschichten und deren Dramen. Großartig erzählt, mir hat’s sehr gut gefallen!

 «fazit ist, das Schlachten wird so schnell nicht vorbei sein»  von einer Kundin oder einem Kunden (14.02.2012):

In den zwei gegensätzlichen Hauptpersonen dieses Romans wird der Zwiespalt unserer heutigen Zeit zum Thema Umweltschutz sehr gut verdeutlicht : Wieviel kann man tun und ab wann macht man durch Eingreifen alles nur schlimmer? Ich fand hier besonders gut, dass es kein "Gut und Böse" gibt, die Widersprüche werden nicht aufgelöst, weil es schlicht auch nicht möglich ist... ein Buch das nachdenklich macht und das ich jedem empfehlen möchte!

 «Ein echter Boyle»  von einer Kundin oder einem Kunden (08.02.2012):

Es hat sehr viel Spass gemacht, wieder einen neuen Boyle zu lesen. Spannend und voller einzelner Geschichten , die zu einem großen Ganzen verwebt werden. Gewürzt mit einem gewissen Sarkasmus über das menschliche Tun und Handeln.

 «Wer sich nicht entscheiden kann...»  von einer Kundin oder einem Kunden (04.02.2012):

Hätte ich den Autor nicht gekannt, hätte ich bei der Lektüre dieses Buches zunächst auf Stephen King getippt: Eine nette, nicht zu komplexe Handlung, flüssig zu lesen. Leichte Neigung zu handlungsirrelevanten Nebenschauplätzen und Details, die das Ganze stimmig abrunden. Eine unterschwellige Spannung wird aufgebaut, allerdings weniger intensiv als bei King. Die Motive der Handelnden werden vermittels Rückblendenbiographien ausgelotet, der Leser auf den großen, eskalierenden Figurenkonflikt vorbereitet, wie bei Franzen an einen dramatischen Knalleffekt beim endgültigen Zusammenstoß der handelnden Parteien - den es dann aber nicht wirklich gibt. Wenn das Buch aber weder Fisch noch Fleisch ist, weder ein konkretes Horrorszenario noch ein in die Tiefe gehendes Psychogramm, was ist es dann? Eigentlich nicht mehr und nicht weniger als ein solider, von subtiler Spannung geprägter und flüssig geschriebener Pageturner, der als Mainstreamtitel mit leicht gehobenem Niveau, einem bekannten Autorennamen und hohem Werbeaufwand sicherlich Bestsellerpotential besitzt.

 «Überlebenskampf»  von einer Kundin oder einem Kunden (02.02.2012):

T.C. Boyles Roman ruft den Überlebenskampf aus und jagd zwei Gruppen von Umweltschützern aufeinander los - die einen töten um zu erhalten, die anderen schützen ohne jede Ausnahme alles Leben.

Wie weit darf der Mensch in die Natur eingreifen? Wie wertvoll ist das Leben einer Ratte? Haben wir überhaupt einen Einfluss auf den Lauf der Welt? Wichtige Fragen stellt uns Boyle und unterhält dabei auf gewohnt hohem Niveau.

 «großes Lesevergnügen»  von einer Kundin oder einem Kunden (02.02.2012):

Wie legitim ist es, ein Leben zugunsten eines anderen auszulöschen?
Alma Boyd Takesue ist Biologin . Auf der kalifornischen Kanalinsel Anacapa droht eine, dort heimische, seltene Vogelart auszusterben. Das Überleben dieser Vogelart ist nur zu sichern, wenn das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder hergestellt wird. Das heißt allerdings - Ratten und Schweine müssen zur Gänze von der Insel verschwinden. Sie sollen abgeschossen werden. In David Francis LaJoy hat Alma einen erbitterten Feind. Er ist fanatischer Tierschützer und stellt sich mit all seiner Kraft gegen diese Pläne.
"Wenn das Schlachten vorbei ist" ist ein großes Lesevergnügen.

 «Nichts für Leser mit einem schwachen Magen!»  von einer Kundin oder einem Kunden (02.02.2012):

Schonungslos und bitterböse macht uns diesmal T.C.Boyle aufmerksam auf den Kampf zweier Gruppen von Umweltschützern, die um die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien streiten. Soll man die dort angesiedelten Ratten töten und die Wildscheine abschießen, um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen oder soll man das Töten um jeden Preis vermeiden? Wer dieses Buch liest, muss sich mit der Materie befassen und wird schließlich gezwungen, sich auf eine Seite zu schlagen. Dies alles ist ernst und recht drastisch erzählt und bezieht den Leser voll in die Handlung mit ein, wirklich packend!

 «Töten um zu retten?»  von einer Kundin oder einem Kunden (01.02.2012):

Zwei Gruppen von Umweltschützern liefern sich einer erbitterten Schlacht. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste Kaliforniens. Die Biologin Alma und ihr Freund Tim haben den offiziellen Auftrag, das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem auf den Inseln wieder herzustellen, um die heimischen Tierarten zu retten. Dies gelingt natürlich nur, wenn sie die dort eingewanderten (oder von Menschen eingeschleppten) Ratten vergiften und massenweise Wildschweine abschießen. Der fanatische Tierschützer Dave LaJoy und seine Freunde sind damit gar nicht einverstanden, gilt es doch jedes Lebewesen dieser Erde zu schützen. Uns so entsteht ein Kampf, bei dem nicht nur so mancher Vierbeiner sein Leben verliert.
Ein guter, spannender, bitterböser Roman zu einem hochinteressanten Thema. Allerdings wird so mancher Boyle-Fan den scharfen Witz seiner früheren Bücher vermissen.