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In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie
von Eugen Ruge
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EPUB
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- Erschienen: 01.09.2011
- Sofort per Download lieferbar.
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Erschienen bei: Rowohlt Verlag
- ISBN-10: 3-644-01411-6
- Einband: EPUB,
- Auflage: 1
- Seitenzahl: 432
- Sprache(n): Deutsch
- Kopierschutz: Ja
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Beschreibung von "In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie"
Von den fünfziger Jahren über das Wendejahr 89 bis zum Beginn des neuen Jahrtausends reicht dieser Roman einer Familie. Im Mittelpunkt drei Generationen: Die Großeltern, noch überzeugte Kommunisten, kehren aus dem mexikanischen Exil in die junge DDR heim, um dort ihren Anteil am Aufbau der neuen Republik zu leisten. Ihr Sohn, als junger Mann nach Moskau emigriert und später in ein sibirisches Lager verschleppt, tritt die Reise vom anderen Ende der Welt, dem Ural, an. Er kehrt mit seiner russischen Frau zurück in eine Kleinbürgerrepublik, an deren Veränderbarkeit er weiterhin glauben will. Dem Enkel wird die Wahlheimat von Eltern und Großeltern indes zusehends zu eng - bis er, ausgerechnet am neunzigsten Geburtstag des Patriarchen, in den Westen geht. Die Strahlkraft der politischen Utopie scheint sich von Generation zu Generation zu verdunkeln: Es ist die Zeit des abnehmenden Lichts. Ein halbes Jahrhundert gelebter Geschichte, ein Deutschlandroman voll überraschender Wendungen und Details: groß durch seine menschliche Reife, seine Genauigkeit, seinen Humor. Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Ural) geboren, studierte Mathematik an der Humboldt-Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Er war beim DEFA-Studio für Dokumentarfilm tätig, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. Seit 1989 arbeitet er hauptberuflich fürs Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer. 2009 wurde Eugen Ruge für sein erstes Prosamanuskript «In Zeiten des abnehmenden Lichts» mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.
Portraits
Eugen Ruge: Eugen Ruge, geboren 1954 in Sosswa am Ural, studierte Mathematik in Ostberlin und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bereits 1986 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seit 1989 wirkt er hauptsächlich als Autor für Theater, Funk und Film. Neben seinen Übersetzungen mehrerer Tschechow-Texte und der Autorentätigkeit für Dokumentarfilme und Theaterstücke lehrte er zeitweise in Berlin und Weimar, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen ging. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2011
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«Verfall einer Familie»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 12.07.2012):
Von der Avantgarde des Proletariats bis zum postmodernen Prekariat: Dieses Buch schildert den mählichen Verfall einer Familie, parallel zur Geschichte der DDR. Erzähltechnisch überaus gelungen, die Erzählperspektive wechselt gelegentlich, sprachlich eher sachlich und nüchtern, bietet dieser Text recht ansprechende Unterhaltung. Für Leserinnen und Leser, die die weitgeschwungene Familiensaga schätzen, ein schönes Lesevergnügen.
«Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 18.02.2012):
Eugen Ruge erzählt in diesem Roman in von Kapitel zu Kapitel wechselnder Erzählperspektive die Geschichte einer Familie aus der ehemaligen DDR.Der Bogen spannt sich von den Großeltern (Exil in Mexiko bis in die 50er Jahre)über die Elterngeneration (Lagerhaft in der Sowjetunion) bis zu dem Enkel und Urenkel in der DDR.Den Abschluß bilden die Wendejahre bis zum Jahr 2001. Die beiden älteren Paare sind in die DDR aus Mexiko und der Sowjetunion zurück gekehrt. Beim Lesen hat mich am Anfang der Wechsel der Erzählperspektiven und der Rückblenden etwas verwirrt. Nachdem ich mich aber auf den Rhythmus eingelassen hatte, bin ich den Verstrickungen und Verzweigungen aufmerksam gefolgt. Immer wieder hatte ich Momente, in denen ich überlegt habe, was ich zu der Zeit gemacht habe. Wie ich die beschriebenen Situationen "im Westen" erlebte.
«Drei Generationen DDR-Geschichte»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 01.11.2011):
Dieses Buch räumt gerade in der deutschen Literaturlandschaft die Preise ab: Aspekte-Literaturpreis und Deutscher Buchpreis 2011! Was für ein Roman verbirgt sich hinter diesem Titel?
Eugen Ruge erzählt die Geschichte dreier Generationen einer Familie aus der DDR. Da sind die Großeltern Wilhelm und Charlotte, die Eltern Karl und Irina und der Sohn Alexander. Wie in fast jeder Familie unterscheiden sich die einzelnen Generationen in ihren politischen Ansichten sehr. Wilhelm und Charlotte stehen voll und ganz hinter dem DDR-Regime und hinter Stalin, Karl und Irina sind da schon gemäßigter und Alexander kann damit gar nichts mehr anfangen.
Wer jetzt aber glaubt, er bekommt eine stringent erzählte Familiengeschichte, die mit den Großeltern beginnt und dem Enkel endet, den muss ich enttäuschen. Eugen Ruge erzählt seine Geschichte sehr sprunghaft. Sie beginnt 2001. Alexander kehrt gerade nach einem längeren Krankenhausaufenthalt mit einer schlimmen Diagnose für ihn zurück in das Haus seiner Eltern. Sein Vater Karl ist im Alter dement geworden und vegetiert hauptsächlich nur noch so vor sich hin. Dann springt die Geschichte in das Jahr 1952, wo Wilhelm und Charlotte noch im mexikanischen Exil sind, aber gerade die Nachricht erhalten haben, dass die DDR Verwendung für sie hat. Ein immer wiederkehrendes Datum ist der 1. Oktober 1989, der Geburtstag von Wilhelm, bei dem die ganze Familie und die Parteiprominenz erscheinen, aber die DDR schon am zerbrechen ist. Und so erzählt der Autor viele einzelne Episoden aus dem Leben dieser Familie. Und es gibt nicht nur einen Erzähler. Auch die Erzählperspektive wechselt von einem Zeitsprung zum nächsten. Alle kommen einmal zu Wort, sogar die Mutter von Irina und der Sohn von Alexander. Dieser häufige Zeit- und Perspektivenwechsel macht diese Geschichte ausgesprochen interessant.
Nachdem ich mich in die Geschichte eingelesen hatte und mit den Zeitsprüngen klargekommen bin, hat mich dieses Buch absolut fasziniert. Eugen Ruge zeigt Aspekte aus der Geschichte der DDR und des Sozialismus auf, aber er rechnet weder wirklich mit dieser Zeit und dem Regime ab, noch liefert er eine vollständige Geschichte der DDR. Es sind einzelne Schnipsel, die eine ganze Familiengeschichte aber keine komplette Geschichte eines Staates erzählen. Viele Facetten dieses Staates fehlen, aber das ist sicher auch kein Wunder, wenn diese Familie lange Zeit sehr linientreu gewesen ist.
«Großartige Literatur!!!»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 27.10.2011):
Ich bin absolut begeistert von diesem spannenden und großartig erzählten Familienroman des Deutschen Buchpreisträgers von 2011 ! Wie Eugen Ruge es schafft, die Familienmitglieder aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven zu skizzieren, ist einfach grandios! Unbedingt downloaden und lesen!!!
«DDR reloaded, aber wie!»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 10.10.2011):
Eugen Ruge ist ursprünglich von Berufs wegen Mathematiker. Nach Lektüre seines Romans, weiß der Leser auch warum. Hier wird mit größter Präzision, Genauigkeit, und auch manch unbekannten Gleichungen geschrieben. Großartig, wie der Autor den Idealismus der aus dem Exil in Mexiko kommenden Neubewohner der DDR fein ziseliert darstellt. Und wie im Lauf der Jahre die Strahlkraft des Arbeiterstaates abnimmt, das schnöde Alltagsleben Überhand gewinnt, und die Erkenntnis des betrogen worden seins Fuß fasst. Mit Werken wie diesem, wird Zeitgeschichte lebendig gemacht, zum Lesen angeregt, und nachher ist man a bisserle gscheiter. Vielen Dank, Herr Ruge!
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