|Profisuche
 

details

Das Grab ist erst der Anfang von Kathy Reichs

Das Grab ist erst der Anfang
Bild vergrössern

EPUB

  • ISBN-10: 3-641-06788-X
  • Einband: EPUB,
  • Auflage: 1
  • Seitenzahl: 384
  • Sprache(n): Deutsch
  • Spieldauer: 427 KB Minuten
  • Kopierschutz: Ja

Jetzt bestellen

  • In den Warenkorb legen CHF 9.90
  • Versandkostenfrei!  
  • Sofort per Download lieferbar.
  •  
Jetzt weiterempfehlen:
Artikel weiterempfehlen
Nutzen Sie Ihre Wunschliste:
auf die Wunschliste setzen

Kurzbeschreibung zu "Das Grab ist erst der Anfang"

Tempe Brennan jagt einen Mörder. Ihren eigenen
Forensikerin Tempe Brennan ermittelt bei einer Reihe seltsamer Todesfälle: Drei Frauen wurden ermordet, alle auf grausame, aber verschiedene Weise. Doch Tempe kann schließlich die Handschrift eines Serienkillers erkennen. Umso schockierter ist sie, als man ihr vorwirft, sie habe eine Autopsie manipuliert und ein Verbrechen vertuscht. Was Tempe nicht weiß: Ihre Arbeit wird sabotiert. Von jemandem, der sie um jeden Preis scheitern sehen will ...

Leseprobe aus "Das Grab ist erst der Anfang"

20 (S. 149-150)
Auf jedem meiner vier Arbeitsplätze lagen Knochen. Abblätterungen und Verkrümmungen deuteten auf Jahre des Verfalls hin. »Was zum –« Gemurmelt. »Bonjour, Doc.« Ich drehte mich um. Joe wusch sich am Waschbecken die Hände. »Bienvenue.« Willkommen zu Hause, du mich auch. »Was ist das?« Ich deutete mit der Hand auf die beiden zentralen Tische. »Ossements.« Grinsend. »Offensichtlich sind das Knochen.« Es kam schärfer heraus als geplant. Oder auch nicht. »Wer hat sie so arrangiert?« Das Grinsen verschwand.
»Dr. Briel.« »Mit wessen Erlaubnis?« Joe rührte sich nicht und sagte nichts. Hinter ihm floss Wasser aus dem Hahn und spritzte winzige Tropfen auf die Arbeitsfläche. Ich ging zum nächstliegenden Knochenarrangement und blätterte durch die Papiere auf einem Klemmbrett. Mein Fallformular. Meine Liste mit den Maßen. Mein Skelettdiagramm. Eine Anfrage von Hubert für eine osteologische Untersuchung. Mein Hirn explodierte. Die Tür flog mir so heftig aus der Hand, dass sie gegen die Arbeitsfläche knallte. Ich rannte am Aufzug vorbei und die Treppe hinunter. Hubert walzte eben den Korridor hoch, eine Tasse in der einen Hand, die Post in der anderen. Ich stürzte mich auf ihn wie eine Ratte auf ein Schweinekotelett.
»Was zum Teufel ist das?« Ich wedelte mit dem Klemmbrett. Huberts Blick huschte an mir vorbei, um den Korridor hinter mir zu kontrollieren. »Kommen Sie in mein Büro.« Unverblümt. Luft zischte aus einem Kissen, als Hubert seinen mächtigen Hintern daraufsenkte. Ich blieb stehen. »Setzen Sie sich.« Ich rührte mich nicht. »Setzen Sie sich, Dr. Brennan.« Nachdrücklicher. Ich setzte mich und durchbohrte Hubert mit meinem Blick. Der Chief Coroner blies kurz in seinen Kaffee, schlürfte und stellte die Tasse ab. »Sie sind offensichtlich sehr erregt.« »Sie haben Briel nach Oka geschickt.« Kurz und direkt, weil ich meiner Zunge nicht so recht traute. »Geschickt habe ich sie nicht gerade.« »Sie haben einer Pathologin die Erlaubnis gegeben, eine Exhumierung vorzunehmen.«
»Sie haben ja die Hälfte liegen gelassen.« »Wohl kaum die Hälfte.« »Dr. Briel hat sich angeboten.« »Eine Freifahrt.« Verächtlich. »Aufs Haus.« »Dr. Briel ist eine sehr talentierte junge Frau.« »Sie mag sein, was sie will. Aber Anthropologin ist sie keine.« »Sie hat Ausbildung und Erfahrung.« Ich schoss auf meinem Stuhl nach vorne. »Amateurstunden!« Hubert trommelte verärgert auf den Tisch. »Sie haben es selbst gesagt. Hier geht es um einen Mord. Falls dieser Fall vor Gericht kommt, glauben Sie wirklich, dass Briel als Expertin akzeptiert wird, nur weil sie einen beschissenen Schnellkurs in Anthropologie gemacht hat?«
»Es sind doch nur vier Knochen.« »Vier wichtige Knochen.« »Dann hätten Sie sie nicht übersehen dürfen.« »Ich hätte sie geholt.« »Sie waren nicht da.« »Ich habe Ihnen vorgeschlagen, noch einmal nach Oka zu fahren, bevor ich die Stadt verließ. Sie haben mein Angebot abgelehnt. « Hubert starrte mich an. Ich starrte zurück. Sekunden vergingen. Hubert senkte als erster den Blick. »Sie werden die Fingerglieder natürlich untersuchen.« Ich sagte nichts. »Ist das alles?« Botschaft eindeutig. Thema abgeschlossen. »Das ist ganz und gar nicht alles.« Ich riss das Formular mit dem demande d'expertise von Briels Klemmbrett und warf es auf den Tisch. Hubert warf einen kurzen Blick darauf und schaute dann mich an. »Und?« »Erklären Sie es mir.«
Tiefes Seufzen. So geduldig. »Haben Sie den Polizeibericht gelesen? Oder sind Sie hierhergestürmt, ohne die geringste Ahnung von den Fakten zu haben?« »Ich habe genug gelesen, um zu wissen, dass Sie eine Pathologin gebeten haben, Anthropologie zu machen.« »Câlice! Nicht Anthropologie. Osteologie. Einfach nur zählen und sortieren. Und noch einmal: Ich habe sie nicht gebeten. Sie hat sich angeboten.« »Wenn sie angeboten hätte, Ihnen die Eier zu rasieren, hätten Sie das auch angenommen?« Der Chief Coroner gab sich größte Mühe, verbindlich zu bleiben. Er schaffte es nicht ganz. »Man muss nicht gleich vulgär werden.« Stimmt. Aber wenn der Schalter in meinem Hirn gekippt ist, geht die Höflichkeit flöten. Hubert fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Lehnte sich zurück, und Fleisch quoll über die Armlehnen seines Sessels."

Portraits

Kathy Reichs: Die Anthropologin und Schriftstellerin Kathy Reichs kam 1950 in Chicago, Illinois zu Welt. Dort wuchs sie mit ihren drei Schwestern auf, während ihr Vater als Geschäftsführer und ihre Mutter als Musikerin im städtischen Symphonie-Orchester für die Familie sorgten. Ihr Studium schloss sie als Ph.D. mit Auszeichnung ab. Schon im Alter von 19 Jahren heiratete Kathy Reichs den Untersuchungsrichter Paul Reichs, zusammen haben sie drei Kinder. Einen festen Wohnsitz hat Kathy Reichs nicht, sie pendelt meist wegen ihrer Arbeit zwischen Charlotte und Montreal. Sie ist eine von nur sehr wenigen zertifizierten forensischen Anthropologen in Kanada und den USA und arbeitet für verschiedene medizinische Institutionen, ist als Professorin an Universitäten tätig und doziert auch an der Akademie des FBI. Selbst für die Regierung war Kathy Reichs schon im Einsatz. Neben ihren Romanen hat sie zahlreiche wissenschaftliche Schriften veröffentlicht. Für ihren Debütroman "Tote lügen nicht" im Jahr 1997 erhielt sie den "Arthur Ellis Award" und startete so den Beginn als erfolgreiche Romanautorin mit ihrer Krimireihe der Temperance Brennan. Die Romane wurden bisher in über 15 Sprachen übersetzt. Die erfolgreiche TV-Serie Bones basiert auf ihren Romanen und wird von Kathy Reichs mitproduziert. Privat engagiert Kathy Reichs sich für soziale Einrichtungen und versucht soweit es geht ihr Leben von der Öffentlichkeit abzuschirmen.

Meinung der Redaktion
Hier kämpft eine Frau mit allen Mitteln um Gerechtigkeit - Gerechtigkeit für diejenigen, die ihre Stimme nicht mehr erheben können: die Vergessenen, die Verstümmelten, die unbekannten Toten. Ein außergewöhnlich sensibles Buch, das trotz der kalten und nüchternen Wahrheiten der Forensik eine immense menschliche Wärme entfaltet.
Klaus Berr: Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als "Assistant Teacher", ist der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self.

Bewertung unserer Kunden

Wie denken Sie über dieses Produkt?