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- Erschienen: 09.2011
- Sofort per Download lieferbar.
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Erschienen bei: Lübbe Digital
- ISBN-10: 3-8387-1027-4
- Einband: EPUB,
- Auflage: 1
- Seitenzahl: 1000
- Sprache(n): Deutsch
- Spieldauer: 3511 KB Minuten
- Kopierschutz: Ja
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Kurzbeschreibung zu "Der dunkle Thron"
London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie - und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die ¿Papisten-, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater ¿
Leseprobe aus "Der dunkle Thron"
Vierter Teil 1553 (S. 731-732) Waringham, Mai 1553 »So, so. Das habe ich mir also darunter vorzustellen, wenn Francis of Waringham und Millicent Howard zusammen Homer lesen ...« Das junge Paar fuhr erschrocken auseinander. »Vater! Ihr seid wieder da ...« Francis sprang von der Bank im Rosengarten auf und schloss seinen Vater ungestüm in die Arme. Seine Wangen waren gerötet – wobei nicht auszumachen war, ob die Frühsommerhitze, die Nähe seiner Liebsten oder Verlegenheit über das unverhoffte Auftauchen seines Vaters dies hervorgerufen hatte –, und seine blauen Augen strahlten. Auch mit achtzehn hatte Francis seinen vorbehaltlosen Enthusiasmus für alles, was die Welt ihm zu bieten hatte, noch nicht abgelegt. »Grundgütiger, Francis. Du trägst einen Ohrring?« Der junge Mann griff sich an den kleinen Goldreif, der sein rechtes Ohrläppchen zierte. »Oh, das tragen jetzt alle, weißt du.« »Aber du hast beschlossen, dich dem Diktat der Mode zu unterwerfen, solange du mich auf dem Kontinent wusstest. Sicherheitshalber.« Francis lachte. »Wie war die Überfahrt?« »Fürchterlich«, gestand Nick mit einer kleinen Grimasse. »Ich möchte diese Reise um nichts in der Welt missen. Sie war alle Strapazen wert, sogar die Überfahrt. Aber ich sage dir ehrlich, Francis, wenn ich nie wieder im Leben einen Fuß auf eine Schiffsplanke setzen muss, werde ich nicht unglücklich sein.« »Warum muss England auch eine Insel sein«, warf Millicent mit einem kleinen Koboldlächeln ein und erhob sich ebenfalls von der Bank, die von einem Rosenbogen überschattet war, der schon die ersten Blüten aufwies. Sie knickste. »Willkommen daheim, Mylord.« »Danke, mein Kind.« »Lady Waringham ist wohl?« Er nickte. »Ich denke, sie hat es noch mehr genossen als ich, Paris und Florenz und Rom zu sehen.« »Das glaube ich gern. Zu reisen war immer ihr sehnlichster Wunsch.« Millicent schien nichts Besonderes daran zu finden, dass sie von dieser heimlichen Sehnsucht gewusst hatte, denn sie nahm nicht nur in Francis' Herz einen großen Platz ein, wusste Nick. Auch seine Frau liebte das Howard-Mädchen sehr, hatte sie in Millicent doch die Schülerin gefunden, auf die sie immer gewartet hatte: eine verwandte Seele, die es genauso nach Wissen und nach Poesie dürstete wie sie selbst. »Geh nur hinein«, schlug Nick vor. »Sie wird sich freuen, dich zu sehen, denn sie hat euch alle schrecklich vermisst. Und sicher will sie auf der Stelle hören, welchen Schabernack die Mädchen mit ihrer neuen Lehrerin getrieben haben ...« »Sie waren folgsam und fleißig wie immer, Mylord«, behauptete Millicent, die unbändig stolz gewesen war, als Janis ihr für die Dauer ihrer Reise den Unterricht der Mädchen übertragen hatte. »Ja, das glaub ich aufs Wort«, gab Nick trocken zurück. Millicent lächelte ihm zu und lief dann eilig und leichtfüßig den Pfad entlang, so als könne sie es kaum erwarten. Nick sah ihr einen Moment nach. »Ich kann dich verstehen, mein Sohn. Sie ist wahrhaftig ein schönes Kind.«
Portraits
Rebecca Gable: Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman Jagdfieber wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land.
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«Der letzte (?) Teil der Waringhams »
von einer Kundin oder einem Kunden
( 24.04.2012):
HIer nimmt die Geschichte um die Waringhams ihr Ende.
Ich hoffe aber, dass Rebecca Gablé feleissig weiterschreibt, vielleicht gibts ja noch eine weitere Waringham Generation...?
«Über jeden Zweifel erhaben!»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 18.02.2012):
Wer schon mal ein Buch von Rebecca Gablé zur Hand genommen hat, weiss, dass dieser Name für Historien-Schmöker erster Güte steht. Der dunkle Thron ist aber nicht irgendein Gablé-Roman, nein, es handelt sich um die lang erwartete Fortsetzung der Waringham-Saga, die uns in die Zeit von Heinrich VIII. entführt. Eine Zeit, in der Schwertkampf, Schlachtrösser und trutzige Burgen - alles Markenzeichen der Familie Waringham - aus der Mode gekommen sind. Schlecht für den jungen Nick, denn er ist ein Waringham durch und durch...
Gablé gelingt es dank solider Recherchearbeit und (erwartungsgemäß) herrlicher Erzählkunst, ihre erfolgreiche Romanreihe glaubwürdig an eine neue Epoche heranzuführen. Über jeden Zweifel erhaben!
«tolle Unterhaltung»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 04.02.2012):
Mal wieder ein tolles Buch von Rebecca Gable. Rein politisch finde ich Heinrich VIII nicht wirklich spannend, aber sie schreibt unglaublich unterhaltsam, so dass man das Buch nicht wieder aus der Hand nehmen möchte. Ich würde mich über einen nächsten Teil zur Elisabeth I freuen. Möglich wäre es...
«Gut wie immer»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 27.12.2011):
Rebecca Gable wie man sie kennt. Der dunkle Thron ist wieder ein Buch welches man nicht aus der Hand legen mag. Die Warringham Saga geht weiter und wieder erlebt man die damalige Zeit "hautnah" Dank der wunderbaren Schreibweise.
«Und die Familien-Saga der Warringhams geht weiter»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 01.11.2011):
Bei diesem Buch sieht man einmal, was für eine Macht wir Leser doch sind. Eigentlich wollte Rebecca Gablé die Familiengeschichte der Warringhams nach den drei Bänden Das Lächeln der Fortuna, Die Hüter der Rose und Das Spiel der Könige gar nicht weiter verfolgen, aber offensichtlich hat sie so viel Resonanz von den Lesern erhalten, dass sie sich umentschieden hat. Was für ein Glück für uns!
Das Mittelalter ist vorbei. In England regiert der König Henry VIII.. Die Geschichte setzt zu der Zeit ein, in welcher Henry VIII. zu überlegen beginnt, wie er seine erste Frau Catalina (Katherine von Aragon) loswerden kann. Die fiktive Hauptperson des Romans ist Nick Warringham. Nick ist bei dem berühmten Humanisten Thomas More zur Schule gegangen, muss dann aber zurück zu seiner Familie, weil sein Vater wegen seiner Liebe zu den Reformern der Kirche in Gefahr geraten ist. Bereits als vierzehnjähriger Junge muss er nach dem Tod seines Vaters versuchen sein Erbe zu erhalten. Per Zufall gerät er am Königshof an Königin Catalina und Prinzessin Mary. Da er selber ein bekennender Katholik und ein Gegner Henry VIII. ist, wählt Königin Catalina ihn aus, für die Sicherheit ihrer Tochter Mary zu sorgen. Und diese Aufgabe ist für Nick zugleich eine Herzensangelegenheit und ein Fluch, denn mit seiner Unterstützung für Prinzessin Mary macht er sich am Hof keine Freunde und gerät mehrfach in Todesgefahr. Als Leser verfolgen wir das aufregende Leben von Nick Warringham und Prinzessin Mary in dieser unsicheren Zeit bis zu dem Zeitpunkt, wo sie endlich als Königin gekrönt wird.
Auch in diesem historischen Roman von Rebecca Gablé kann man wieder sehr viel über die englische Geschichte lernen. Am Anfang des Buches gibt es wie üblich ein Personenverzeichnis, in welchem vermerkt ist, welche Personen historisch belegt und welche Fiktion sind. Aber anders als bei den vorherigen Bänden ist die Familie Warringham diesmal nicht direkt am Hof mitten im Geschehen dabei, d.h. die ganzen Skandalgeschichten am Hofe Henry VIII. erfahren wir nicht direkt, sondern nur über Berichte, die Nick Warringham zugetragen werden. Dies finde ich persönlich etwas schade. Dadurch ist das Buch diesmal nicht ganz so nah am geschichtlichen Geschehen. Die einzelnen Ehen und die ganzen wechselvollen religiösen Wirrungen werden nicht so deutlich abgehandelt wie die anderen historischen Fakten in ihren früheren Büchern. Nichtsdestotrotz schreibt Rebecca Gablé wie üblich ausgesprochen spannend, so dass sich die Lektüre auf jeden Fall lohnt. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Rebecca Gablé uns jetzt noch mindestens zwei weitere Bände mit der Familie Warringham schenkt!
Wer allerdings noch etwas tiefer in diese Zeit einsteigen möchte, aber dies in Romanform sucht, dem kann ich zusätzlich noch Chalotte Lyne Die Zwölfte Nacht (Blanvalet) sehr ans Herz legen. Ebenfalls ein Roman um Henry VIII.
Welche Produkte mir außerdem gefallen haben:
9783442367177
«Der dunkle Thron»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 13.10.2011):
Auch Teil 4 der Waringham-Reihe ist wieder ein absolutes Muss, sowohl für Fans der Reihe, als auch für Leser historischer Romane.
Hauptfigur ist der 14-jährige Nicholas of Waringham, der sich zur Zeit Henry des VIII. mit den religiösen und politischen Auseinandersetzungen bei Hofe konfrontiert sieht.
Wie nicht anders von Frau Gablé zu erwarten, sind die historischen Hintergründe hervorragend recherchiert und auf fesselnde Weise mit der fiktiven Familiengeschichte der Waringhams verbunden. TOP!
«Ich bin wieder total begeistert!»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 20.09.2011):
Für mich einer der besten, in einem fesselnden Schreibstil geschriebenen historischen Romane. Rebecca Gable entwirft wunderbar realistische fiktive Personen, die sie wie selbstverständlich in den realen geschichtlichen Kontext einbindet und mit dem Schicksal echter historischer Persönlichkeiten verknüpft. Es gibt Kriege, Intrigen, Liebe und alles, was das Herz eines Liebhabers historischer Romane höher schlagen lässt. Und obwohl man häufig noch aus dem Geschichtsunterricht weiß, wie alles ausgehen wird, ertappt man sich trotzdem ständig dabei, auf ein ganz anders Ende zu hoffen! Gut beschrieben wird auch der Alltag im Mittelalter, seien es nun baufällige und zugige Burgen, Handel oder Erziehungsmethoden.
Man kann diesen vierten Teil der Waringham Saga durchaus als ersten lesen, aber ich wünschte, ich könnte noch einmal mit Robin Waringham im Lächeln der Fortuna beginnen und dann alle anderen Bände schnell nacheinander lesen, um in der interessanten englischen Geschichte zu versinken. Wer noch früher beginnen möchte, sollte sogar mit dem Zweiten Königreich beginnen, denn bereits da spielen die Waringhams schon eine kleine Rolle. Und selbst, wer nicht gern so dicke Schinken liest, muss nicht auf Rebecca Gable verzichten - als Hörbuch sind sie alle ebenfalls großartig, wenn auch nicht so ausführlich.
«Waringham»
von einer Kundin oder einem Kunden
( 18.09.2011):
Endlich der vierte Teil der Waringham Saga: Diesmal steht der Wandel Englands vom katholischen zum protestantischen Glauben unter der Herrschaft Heinrichs des VIII. Gablé schafft es wieder, diese Zeit farbenprächtig auferstehen zu lassen und den Glaubenswechsel unter dem politisch nützlichen Aspekt für den König darzustellen. Besonders interessant finde ich, dass sich ein Waringham nicht auf die Gewinner-Seite schlägt, sondern am katholischen Glauben und an der 1. Gemahlin und deren Tocher Mary (der späteren Bloody Mary) festhält. Wer mehr dazu lesen möchte, dem sei Mantel Die Wölfe empfohlen, der den gleichen Zeitabschnitt aus der Cromwell-Perspektive beleuchtet.
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