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Arthaus Collection - Literatur II
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  • Erschienen: 16.09.2010
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Kurzbeschreibung zu "Arthaus Collection - Literatur II"

-> Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (China/Frankreich 2002, 107 min., FSK o.A.): China 1971: Im Zuge der Kulturrevolution werden der 18-jährige Luo und der 17-jährige Ma zur Umerziehung aufs Land geschickt. Bei harter körperlicher Arbeit sollen sie den Einfluss ihrer bourgeoisen Familien kompensieren. Kultur ist verpönt, Bücher gelten als Feinde der Revolution. Als die jungen Männer auf die Tochter des Schneiders treffen, verlieben sich beide in sie. Die Dorfschönheit ist von vielen begehrt, doch Ma und Luo entdecken einen Schlüssel zu ihrem Herzen: Die wissbegierige Analphabetin hungert nach Literatur und Geschichten. Ma und Luo gelangen in Besitz eines verbotenen Romans von Balzac. Die Liebesgeschichte verändert ihr Leben... -> Belle de jour (Italien/Frankreich 1967, 97 min., FSK 16): Die schöne, junge Séverine lebt ein scheinbar normales, großbürgerliches Leben an der Seite ihres fleißig arbeitenden Ehemannes Pierre. Während sie sich ihrem Mann sexuell verweigert, läßt sie in masochistischen Zwangsvorstellungen ihrer Phantasie freien Lauf. Nachdem sie durch einen Bekannten zufällig die Adresse eines Bordells erfahren hat, beginnt sie ein Doppelleben und arbeitet dort stundenweise unter dem Namen "Belle de jour". Eines Tages folgt ihr der Gangster Marcel, ein Freier, der sich in sie verliebt hat, nach Hause und schießt aus Eifersucht auf ihren nichtsahnenden Gatten. Dieser überlebt zwar, bleibt aber sowohl blind als auch gelähmt, und wird in der Folgezeit von Séverine liebevoll gepflegt. -> Der Löwe im Winter (GB 1968, 129 min., FSK 16): Intrigen, Neid, Machtgier, Rachsucht und Eitelkeiten bestimmen das Leben des britischen Königshauses im Jahre 1183. Nachdem der älteste Sohn gestorben ist, muss die Thronfolge neu geklärt werden. Da zwischen König Heinrich II und seiner Frau Eleanor von Aquitanien jedoch schon seit 31 Jahren eine Hassliebe besteht, scheint eine Einigung praktisch unmöglich. Jeder will das größte Stück des Königskuchens und versucht die Nachfolge der Monarchie durch seinen eigenen Lieblingssohn zu sichern. So taktieren alle eifrig, schmieden untereinander feierliche Bündnisse, um sie kurze Zeit später zu verraten. Es wird gedroht, gelogen und angefleht - und keiner der Beteiligten weiß, wer nun gerade welche Fäden in der Hand hält. Mal wird mit blankem Schwert, mal mit spitzem Dolch, doch stets mit scharfer Zunge um die Wahrung der eigenen Interessen gekämpft. -> Der talentierte Mr. Ripley (USA 1999, 134 min., FSK 16): LA DOLCE VITA im Italien der 50er Jahre, laute Jazzmusik, weite Strände und unbegrenzte Freiheit - das alles erscheint dem smarten aber mittellosen Tom Ripley wie ein Traum. Er soll den Millionärssohn Dickie Greenleaf dazu überreden, Italien zu verlassen und in die USA zurückzukehren. Doch das unbeschwerte Leben zusammen mit Dickie und dessen schöner Freundin Marge lässt Tom seinen Auftrag bald vergessen. Er passt sich dem süßen Leben an und benutzt sein Talent, andere Menschen zu imitieren. Er kleidet sich wie Dickie, spricht wie dieser, übernimmt dessen Vorlieben - er macht Dickies Leben zu seinem eigenen. Als die Situation eskaliert, sieht Tom nur mehr einen teuflischen Ausweg... -> Die drei Tage des Condor (USA 1975, 117 min., FSK 16): Ein unauffälliges Büro der Amerikanischen Gesellschaft für Literaturgeschite in einer Straße von Manhattan - Tarnung für eine perfekt funktionierende, hochtechnisierte Organisation des CIA. Hier werden weltweit Nachrichten gesammelt, die über Krieg oder Frieden entscheiden. Agent Joe Turner kommt von der Mittagspause zurück und findet ein Massaker vor: Alle Kollegen liegen erschossen am Boden. Sofort gibt er unter seinem Decknamen Condor Meldung an die Zentrale - und entgeht kurz darauf nur knapp einem Anschlag. Zudem ist er der einzige Tatverdächtige. Voller Panik taucht er unter und zwingt die Fotografin Kathy Hale, ihm Unterschlupf zu gewähren. Von ihrer Wohnung aus operiert er mit fieberhafter Besessenheit und dem Scharfblick eines Raubvogels. Mit den Killern an seinen Fersen bleibt ihm nur wenig Zeit. Wer steckt hinter dem mörderischen Komplott? -> Fellinis Casanova (USA/Italien 1976, 148 min., FSK 12): Wegen schwarzer Magie verhaftet, bricht Giacomo Casanova 1756 aus den Bleikammern Venedigs aus und flüchtet durch ganz Europa. Hier lebt er seine sexuellen Phantasien und Obsessionen aus, doch die dekadente Gesellschaft lässt ihn zum tragikomischen Helden werden: Zwischen Masken und Kulissen wird der Schürzenjäger Opfer seines selbst auferlegten sexuellen Leistungsdrucks... -> Macbeth - Der Königsmörder (USA 1948, 114 min., FSK 12): Nach einer gewonnenen Schlacht trifft der schottische Feldherr Macbeth auf drei Hexen, die ihm eine sagenhafte Zukunft prophezeien: Er wird den Thron von Schottland besteigen. Angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau ermordet Macbeth daraufhin König Duncan und nimmt seinen Platz ein. Zeugen und Mitwisser lässt er ebenfalls umbringen. Doch während der neue König von Schuldgefühlen und Erinnerungen gequält wird, rüstet Duncans Sohn Banquo eine Armee gegen den Königsmörder ... -> Maurice (GB 1987, 134 min., FSK 12): Maurice Hall und Clive Durham studieren an der altehrwürdigen Universität in Cambridge. Gegen alle gesellschaftlichen Normen verlieben sich die beiden Männer ineinander. Doch um seine Karriere als angehender Anwalt nicht zu gefährden, löst Clive die Verbindung und stürzt Maurice in eine Sinn- und Lebenskrise. -> Orlando (GB/RUS/FR/NL/ITA 1992, 93 min., FSK 12): Orlando durcheilt in einem einzigen Leben vier Jahrhunderte, von den Tagen der grossen Elisabeth bis heute. Auf halbem Wege wechselt der junge Edelmann das Geschlecht. Aus dem Favoriten der greisen Königin, dem liebeswunden Höfling, dem Gesandten der Krone in fernen Landen wird eine Lady. Sie wird in den literarischen Salons des 18. Jahrhunderts belächelt und empfängt im Zeitalter Viktorias vom Mann ihrer Träume ein Kind. Orlandos reise durch die Zeit endet im lärmenden London von heute. -> Wenn die Gondeln Trauer tragen (GB 1973, 105 min., FSK 16): Venedig im Winter. Das britische Ehepaar John und Laura Baxter (Donald Sutherland, Julie Christie) steht noch sehr unter Schock. Seine Tochter ist vor kurzem ertrunken, und es wird einige Zeit brauchen, um mit dieser Situation fertig zu werden. Eines Tages haben die beiden eine ziemlich beunruhigende Begegnung. Sie lernen zwei Schwestern kennen, von denen eine offenbar hellseherische Fähigkeiten besitzt und behauptet, mit der verstorbenen Tochter in Kontakt zu sein. Laura ist fasziniert, aber John lehnt diese Vorstellung heftig ab. Doch auch er meint mit einem Mal, seine Tochter in Venedig zu sehen. Und plötzlich reiht sich ein mysteriöses Ereignis ans andere, bis es zu einer Katastrophe kommt ...

Features von "Arthaus Collection - Literatur II"

Kapitel- / Szenenanwahl

Portraits

Walter Murch: Walter Scott Murch, 1943 geboren in New York, ist Cutter, Sound-Designer, Regisseur und Drehbuchautor. Bei Filmen wie American Graffiti, den drei Teilen des Paten, der Unerträglichen Leichtigkeit des Seins, dem Englischen Patienten und dem Talentierten Mr. Ripley war er für Ton und Schnitt verantwortlich. Für seine Arbeit am Film Der Englische Patient wurde er mit dem British Academy Award ausgezeichnet, und für Apocalypse Now erhielt Murch den Oscar für den besten Sound.
Patricia Highsmith: Patricia Highsmith (geboren am 19.1.1921, Fort Worth/Texas, gestorben 4.2.1995, Locarno, begraben in Tegna/Tessin) wuchs in Texas und New York auf. Studium der Literatur und Zoologie. Erste Kurzgeschichten an der Highschool, erster Lebensunterhalt als Comictexterin, erster Welterfolg 1950 mit ihrem Romanerstling "Zwei Fremde im Zug", dessen Verfilmung durch Alfred Hitchcock sie über Nacht weltberühmt machte.
Federico Fellini: Federico Fellini, am 20. Januar 1920 in Rimini geboren, zunächst Journalist, Karikaturist und Drehbuchautor, ist nicht nur "einer der größten Filmemacher der Welt" (Time), sondern auch einer der wenigen Demiurgen der Filmgeschichte. In seinen Filmen, die immer nach eigenen Geschichten gedreht sind, schildert er seine Zeit und ihre Gesellschaft in einer 'comédie humaine' des 20. Jahrhunderts.
Jean-Claude Carrière: Jean-Claude Carrière, 1931 in Colombières-sur-Orb/Südfrankreich geboren, ist Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor. 1963 wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet und arbeitete unter anderem mit Jacques Tati, Volker Schlöndorff, Peter Brook und Jean-Luc Godard zusammen. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter die Romanfassung zum Filmerfolg »Die Ferien des Monsieur Hulot« und Gespräche mit dem Dalai Lama. »Relativität zum Tee« wurde in 18 Sprachen übersetzt und ist ein großer internationaler Erfolg.
Giacomo Casanova: Giacomo Casanova (1725 bis 1798), dessen Abstammung nie völlig geklärt wurde, blieb seinen Zeitgenossen Rätsel und Anstoß. Nach seiner Flucht folgten anderthalb Jahrzehnte Irrfahrten durch Europa und immer wieder Skandale. Seinen Lebensabend verbrachte er als Bibliothekar in Böhmen.

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