Mario Adorf: Der Schauspieler und Schriftsteller Mario Adorf wurde 1930 in Zürich geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mayen bei Koblenz und studierte später Philologie und Theaterwissenschaften. Von 1953 bis 1955 besuchte er die Otto-Falckenberg-Schule in München und war bis 1962 an den Münchener Kammerspielen beschäftigt. Inzwischen hat Mario Adorf über 100 Filme im In- und Ausland gedreht und Engagements an ungezählten Theaterbühnen gehabt. Zu seinen wichtigsten Filmen gehören "Nachts, wenn der Teufel kam", "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Volker Schlöndorff und "Lola" von Rainer Werner Fassbinder. Für herausragende Verdienste um den deutschen Film wurde Mario Adorf mit dem Deutschen Filmpreis 2004 ausgezeichnet.
Hark Bohm: Hark Bohm, geboren 1939 in Hamburg-Othmarschen, ist Schauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur, Produzent und emeritierter Professor für Film am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg. Bohm war Darsteller in Fassbinder-Filmen. 1971 gründete er mit anderen Autorenfilmern des Neuen Deutschen Films den Filmverlag der Autoren. Außerdem ist Hark Bohm ein ausgewiesener Theodor-Storm-Kenner.
Hannelore Elsner: Hannelore Elsner, geb. 1942 in Burghausen/Oberbayern, begann nach ihrer Schauspielausbildung in München Ende der Fünfziger Jahre ihre Karriere mit ersten Filmauftritten. In den Sechzigern folgten Engagements an Theatern, Rollen in Unterhaltungsfilmen, auch die deutschen Autorenfilmer wurden früh auf sie aufmerksam. Ab den Siebziger Jahren feierte Hannelore Elsner Erfolge mit Kino- und Fernsehfilmen, große Popularität erlangte sie ab 1994 als Titelfigur der ARD-Serie 'Die Kommissarin'. Ihr Aufsehen erregendes Kino-Comeback erlebte sie im Jahr 2000 mit Oskar Roehlers 'Die Unberührbare'. Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Hanna Flanders wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis. Neben dem Bundesvervienstkreuz, der Goldenen Kamera, dem Telestar und dem Grimme-Preis erhielt sie zahlreiche Auzeichnungen und Ehrungen für ihre Rollen in 'Mein letzter Film' (2002), 'Alles auf Zucker' (2005), 'Kirschblüten Hanami' (2007) und 'Das Blaue vom Himmel' (2011). Im selben Jahr erhielt sie den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises.
Tilo Prückner: Tilo Prückner, Jahrgang 1940, ist Schauspieler und Bühnenautor. Er brach sein Jura-Studium ab, um in München Schauspiel zu studieren. Nach Engagements in München, St. Gallen, Oberhausen und Zürich spielte er Anfang der Siebzigerjahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, deren Gründungsmitglied er war, und am Bayerischen Staatsschauspiel. Größere Bekanntheit erlangte er als Darsteller des Neuen Deutschen Films. Seitdem verkörpert er in zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen überwiegend exzentrische Charaktere aller Art. Große Erfolge feierte er unter anderem als Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in Adelheid und ihre Mörder" sowie als Eduard Holicek im Hamburger Tatort" oder in den Filmen Bomber & Paganini", Der Schneider von Ulm", Der Willi-Busch-Report" und Iron Sky". Er verfasste die Bühnenstücke Meier muß Suppe essen" (1999) und gemeinsam mit Roland Teubner Gilgamesch und Engidu" (1984).
Kurt Sowinetz: Kurt Sowinetz (1928-1991) arbeitete als Schauspieler und war an den bedeutendsten Bühnen Wiens zu sehen, u.a. im Burgtheater und dem Theater in der Josefstadt. Seine kabarettistische Tätigkeit brachte ihn mit Helmut Qualtinger und Walter Kohut zusammen und führte zur Gründung eines Kabarett-Duos. Die musikalischen Beiträge von Sowinetz wie "Alle Menschen samma zwida" prägten die Musik- und Kabarettszene nachhaltig. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler und Kabarettist war Sowinetz begeisterter Maler.
Otto Tausig: Otto Tausig, 1922 in Wien geboren, war als 16-Jähriger gezwungen nach England zu emigrieren. Nach seiner Rückkehr studierte er von 1946 bis 1949 am Max-Reinhardt-Seminar, ab 1948 wirkte er als Schauspieler, Regisseur und Chefdramaturg am Neuen Theater in der »Scala« in Wien. Es folgten Engagements in Zürich, Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt und München. Seit den sechziger Jahren war Tausig auch wiederholt als Regisseur er inszenierte mehr als 60 Produktionen und Schauspieler für Film und Fernsehen, aber auch als Schauspiellehrer tätig. Zwischen 1970 und 1983 Ensemblemitglied des Burgtheaters, kamen Auftritte an allen großen Bühnen im deutschen Sprachraum hinzu. Sein Lebenswerk wurde vielfach geehrt, 1997 mit dem Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte, 2007 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und 2009 mit dem Nestroy Theaterpreis.
Margot Werner: Margot Werner, geboren 1974, Studium der Geschichte und Germanistik an der Uni Wien. Während des Studiums Schwerpunkt frühneuzeitliches Gerichtswesen (Diplomarbeit). Mitarbeiterin beim Projekt "Sozialgeschichte der Wiener. Juden im 18. und 19. Jhd." am Institut für Geschichte der Juden in Österreich. Danach Mitarbeiterin beim Projekt "Rechtssprechung der Rückstellungskommission am Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien" im Rahmen der Historikerkommission, danach "Die Tätigkeit der Sammelstellen", dzt. Provenienzforscherin in der ÖNB, im Auftrag des Bundesdenkmalamtes.