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Michael Haneke Trilogie von Michael Haneke (Regie)

Michael Haneke Trilogie
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DVD (3x)

  • Erschienen: 16.03.2007
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  • Erschienen bei: Pierrot Le Fou

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Kurzbeschreibung zu "Michael Haneke Trilogie"

DER SIEBENTE KONTINENT: Der Film verfolgt das Leben von Georg, seiner Frau Anna und deren Tochter Eva über den Zeitraum von drei Jahren: es ist eine Familiengeschichte, die Geschichte eines beruflichen Aufstiegs, die Geschichte vom Preis der Anpassung, die Geschichte einer gelebten Konsequenz. BENNY’S VIDEO: Benny steht am Beginn der Pubertät Er stammt aus wohlhabendem Haus. Seine Eltern sorgen sich kaum um ihn. In der Welt der Videofilme findet er emotionalen Ersatz. Er lernt ein etwa gleichaltriges Mädchen kennen. An einem Wochenende nimmt er es mit nach Hause. Was wie eine scheue Liebesgeschichte anfängt, endet in einer Katastrophe. 71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS: Am Vorweihnachtstag des Jahres 1993 tötet ein 19 jähriger Student ohne ersichtlichen Grund mehrere ihm völlig fremde Menschen. Was führte Opfer und Täter zusammen?

Beschreibung von "Michael Haneke Trilogie"

-> Der siebente Kontinent (Österreich, 1989, ca. 104 min., FSK 12):
Der Film verfolgt das Leben von Georg, seiner Frau Anna und deren Tochter Eva über den Zeitraum von drei Jahren: es ist eine Familiengeschichte, die Geschichte eines beruflichen Aufstiegs, die Geschichte vom Preis der Anpassung, die Geschichte einer gelebten Konsequenz.
Michael Hanekes Kinodebüt ist ein verstörender, radikaler Film um emotionale Kälte und Kommunikationsverlust.

-> Bennys Video (Österreich / Schweiz, 1992, ca. 105 min., FSK 16):
Benny steht am Beginn der Pubertät Er stammt aus wohlhabendem Haus. Seine Eltern sorgen sich kaum um ihn. In der Welt der Videofilme findet er emotionalen Ersatz. Er lernt ein etwa gleichaltriges Mädchen kennen. An einem Wochenende nimmt er es mit nach Hause. Was wie eine scheue Liebesgeschichte anfängt, endet in einer Katastrophe.
Die Geschichte des Jungen Benny, der ein Mädchen vor laufender Videokamera tötet, ist ein eindringlicher Beitrag zur "Gewalt-in-den-Medien"-Debatte. Eine beklemmende, komplexe moralische Fabel über die Entfremdung von Menschen zu Wesen mit erschreckender emotionaler Teilnahmslosigkeit. Dicht inszeniert, hervorragend gespielt und fotografiert, verankert "Bennys Video" den Namen Michael Haneke endgültig auf der Karte der Filmkunst.

-> 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls (Österreich / Deutschland, 1994, ca. 95 min, FSK 12):
Am Vorweihnachtstag des Jahres 1993 tötet ein 19 jähriger Student ohne ersichtlichen Grund mehrere ihm völlig fremde Menschen. Was führte Opfer und Täter zusammen?
Ein kühler Film, der keine psychologische Erklärung für Gewalt liefert und für nachhaltige Verunsicherung sorgt.

Features von "Michael Haneke Trilogie"

Kapitel- / Szenenanwahl
Interviews
Deleted Scenes

Portraits

Michael Haneke: Geboren 1942. Studium der Philosophie, Psychologie und Theaterwissenschaft in Wien. 1967-1970 Redakteur und Fernsehspieldramaturg beim Südwestfunk (ARD) Seit 1970 freischaffender Regisseur und Drehbuchautor. Theaterproduktionen in Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Berlin und Wien. Zahlreiche seiner Filme wurden international ausgezeichnet, u.a. Funny Games, Die Klavierspielerin, Code unbekannt, Wolfszeit, Caché. Das weiße Band offizieller deutscher Kandidat im Rennen um den OSCAR 2010 in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film".
Birgit Doll: Birgit Doll, geboren in Wien, Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, Schauspielstudium am Reinhard-Seminar. Theater- (u. a. Salzburger Festspiele, Berliner Schillertheater, Wiener Volkstheater, Wiener Burgtheater) und Filmschauspielerin (u. a. in Filmen von Maximilian Schell, Michael Haneke, Florian Flicker) Erhielt zweimal den Bayerischen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin, den Karlsbader Filmpreis, den Karl Skraup Preis und ist Trägerin der Kainz-Medaille.
Jennifer Rush: Jennifer Rush wurde in Michigan geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt.
Angela Winkler: Angela Winkler erhielt 1975 für ihre Hauptrolle in Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum den Bundesfilmpreis, und auch Die Blechtrommel brachte ihr großes internationales Ansehen. Zuletzt widmete sie sich verstärkt dem Theater, u.a. als Mitglied des Berliner Ensembles.
Ulrich Mühe: Ulrich Mühe, geb. 1953 in Grimma, machte seine Ausbildung an der Leipziger Theaterhochschule und spielte zu der Zeit schon kleinere Rollen am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, wo er 1979 auch sein erstes Engagement erhielt. 1982 holte ihn Heiner Müller für seine Macbeth-Inszenierung nach Berlin. Ulrich Mühe ist dank seiner Wandlungsfähigkeit und Präzision ein gefeierter Bühnen- und Filmschauspieler. Er war Sigismundis in Calderons 'Das Leben ein Traum', der Titelheld in Goethes 'Egmont' und Lessings 'Philotas'. International bekannt wurde er mit Bernhard Wickis 'Das Spinnennetz', Michael Hanekes 'Funny Games' und Costa Gavras 'Der Stellvertreter'. Seine Interpretation des 'Kleinen Prinzen' wurde mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Otto Grünmandl: Otto Grünmandl, geboren 1924, hat, bevor er sich mit seinem ersten Soloprogramm "Der Einmannstammtisch" (1976) dem Kabarett und der Kleinkunst zuwandte, vor allem für den Funk gearbeitet. Mit den Alpenländischen Interviews (gemeinsam mit Theo Peer) wurde Grünmandl innerhalb der großen Ö3-Hörerschaft schnell bekannt. 1978 erhielt er für sein Programm "Ich bin nicht Oblomow" den Deutschen Kleinkunstpreis. In den neunziger Jahren trat Grünmandl mehrfach an den Münchner Kammerspielen auf (unter anderem mit Gerhard Polt) und wirkte an Fernseh- und Radioproduktionen mit. Otto Grünmandl starb im März 2000 in seiner Heimatgemeinde Hall in Tirol.
Klaus Händl: Händl Klaus, geboren 1969 in Rum/Tirol, lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee. Er arbeitet als Schauspieler (z.B. in Filmen von Jessica Hausner, Michael Haneke, Franz Novotny u.a.), drehte mehrere Filme, schrieb Hörspiele ("Kleine Vogelkunde", ORF 1996, Hörspiel des Jahres) und das Libretto zur Oper"Häftling von Mab"von Eduard Demetz (UA 2002). Für sein Prosadebüt"(Legenden)"(Droschl 1994) erhielt er den Robert Walser Preis und den Rauriser Literaturpreis. Theater heute wählte ihn 2004 zum besten Nachwuchsautor des Jahres.
Michael Jackson: Michael Joseph Jackson wurde am 29. August 1958 in Gary, Indiana, geboren - er war das achte von zehn Kindern. Bereits von Kindesbeinen an feierte Michael Jackson musikalische Erfolge mit der Formation "The Jackson Five", die 1965 von seinem Vater Joseph Jackson gegründet wurde und aus den Brüdern Jackie, Tito, Jermaine, Marlon und Michael Jackson bestand. Das legendäre Soul-Label Motown nahm die Geschwister unter Vertrag und schickte sie bereits Anfang der 1970er Jahre auf Welttournee.

Michael Jacksons Solokarriere begann parallel zu "The Jackson Five". Sein Musikstil wandelte sich vom Soul und klassischem R&B zum Disco-Stil. Nachdem er in Zusammenarbeit mit Produzent Quincy Jones sein fünftes Soloalbum "Off The Wall" mit zwei Nummer 1-Hits veröffentlicht hatte, brachte Michael Jackson 1982 sein Album "Thriller" heraus, das bis heute meistverkaufte Album weltweit. 1984 erreichte er eine Rekord-Nominierung von zwölf Grammy Awards, von denen er acht für "Thriller" erhielt. Das Markenzeichen von Jackson waren sein extravaganter Kleidungsstil (Glitzerhandschuhe, schwarzer Hut, weiße Socken) und sein innovativer Tanz, der Moonwalk, den er erstmals 1983 präsentierte. Seine Alben waren in den 1990er Jahren stets Chartstürmer, die von aufwändigen und aufsehenerregenden Bühnenshows begleitet wurden.

Nach 2001 ("Invincible") veröffentlichte Jackson kein neues Album mehr und die Berichterstattung über ihn war hauptsächlich von seinem Privatleben geprägt. 2008 - zu seinem 50. Geburtstag - gab Michael Jackson seine Pläne für eine große Comeback-Tournee bekannt. Zu diesem Comeback kam es nicht mehr: Am 25. Juni 2009 starb der Ausnahmekünstler in Los Angeles überraschend an Herzversagen. Der plötzliche Tod löste weltweit Betroffenheit aus.

Michael Jackson gilt bis heute als einer der erfolgreichsten und bekanntesten Musiker des 20. Jahrhunderts - als "King of Pop" ist er schon zu Lebzeiten in die Musikgeschichte eingegangen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für sein Lebenswerk.

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 «Die menschliche Tragödie in drei Akten»  von einer Kundin oder einem Kunden (21.09.2011):




DER SIEBENTE KONTINENT
Nach wahrer Begebenheit. Eine kleine bürgerliche Linzer (A) Familie. Mutter, Vater, Tochter. Alltagssituationen: das gemeinsame Frühstück, der Einkauf im Supermarkt, das Betanken des PKW. Stolz informieren sie regelmäßig die Eltern postalisch über den beruflichen Aufstieg des Mannes und den finanziellen und somit gesellschaftlichen der Familie. Aus heiterem Himmel kündigt er. Georg, Anna und die kleine Eva haben die Absicht nach Australien auszuwandern, schreiben sie den besorgten Großeltern. Doch warum kauft Georg statt Koffer Axt, Vorschlaghammer, Stichsäge, Schere und Fuchschwanz? Es folgen dreißig Minuten Entsetzen.
"Ich glaube, ein Leben, wie wir es gelebt haben, vor Augen, sagt man leicht, zu jeder Vorstellung von Ende, ja."

BENNY´S VIDEO
Wien. Benny, vierzehn fünfzehn, Sohn aus gutem Hause, verbringt seine schulfreien Nachmittage in der Viedothek und leiht sich Filme aus. Dort lernt er ein gleichaltriges Mädchen kennen und nimmt sie mit nach Hause. Er legt eine VHS ein. Ein Amateurvideo: Ein Schwein wird auf den Hof geführt und mit einem Schlachterschussgerät in den Kopf geschossen. Das Mädchen zeigt sich unbeeindruckt. Benny öffnet eine Schublade, hat das Bolzenschussgerät in der Hand, lädt es, hält es sich an die Brust und fordert sie ruhig auf "Drück ab". Der Arm sinkt. Die Mündung nun auf sie gerichtet, sagt sie herausfordernd "Drück Du ab, Feigling". Benny drückt ab. Dreimal. Anschließend geht er in die Küche, isst einen Joghurt und macht seine Schulaufgaben.

71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS
Nach wahrer Begebenheit. Ein gottesfürchtiger Geldbote, der sich um sein krankes Kind sorgt. Ein Kleinkrimineller, der Schusswaffen vertickt. Ein Straßenkind, dass aus der Mülltonne isst. Eine Kreditinstitutsangestellte, die sich mit ihrem vereinsamten Vater nur noch am Schalter unterhält. Alljene spielen eine Rolle, wenn am 23.12.93 der 19-jährige Student Maximilian B. in der Zweigstelle einer Wiener Bank drei Menschen erschießt und sich kurz darauf selbst mit einem Schuss in den Kopf tötet. Ort und Opfer wahren purer Zufall. Geld verlangte er keines.


Die Ästhetik der (sinnlosen) Gewalt und die kinematische Kunst sie nicht zu zeigen. Die Kälte und Vereisung und Sprachlosigkeit des Menschen. Die Diktatur des Alltäglichen. Das sind Michael Hanekes Themen.
In langen Einstellungen, zwingt uns Haneke hinzusehen. Seltene aber sorgfältige Schnitte, kaum Montage, Filmmusik setzt Haneke nie ein, lediglich ein Klangteppich aus Alltags- und Hintergrundgeräuschen. Die Dialoge sind sparsam, aber präzise wie Skalpellschnitte. Denken müssen wir - die Zuschauer - selbst. Die filmischen Gleichungen bieten mehrere Lösungvorschläge. Antworten gibt Haneke nie.
Drei unvorhersehbare, beunruhigende und zutiefst verstörende Artefakte der Gewalt.

"Es ist nicht immer angenehm, etwas über sein Leben zu begreifen." Michael Haneke


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