|Profisuche
 

details

Luther von Eric Till (Regie)

Luther
Bild vergrössern

DVD

  • Erschienen: 28.01.2011
  • Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
  • Erschienen bei: Warner Bros. Entertainment

Jetzt bestellen

  • In den Warenkorb legen CHF 14.90
  •  
  • Versandfertig innert 1-2 Werktagen.
  •  
Jetzt weiterempfehlen:
Artikel weiterempfehlen
Nutzen Sie Ihre Wunschliste:
auf die Wunschliste setzen

Kurzbeschreibung zu "Luther"

Wir schreiben das Jahr 1505: Der junge Martin Luther gerät in ein grauenvolles Unwetter, ein Blitz verfehlt ihn nur knapp. Zu Tode geängstigt gibt er sein Studium der Rechte auf und wird Mönch im Augustiner-Kloster zu Erfurt. Nach seiner Pilgerfahrt nach Rom 1510 geht er zum Theologiestudium nach Wittenberg, wo er 1517 seine 95 Thesen als Protest gegen den von Papst Leo X. initiierten Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche schlägt. 1518 verlangt Rom den Widerruf der Thesen. Doch Luther bleibt standhaft. Auch vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Worms (1521) erkennt er nur eine Autorität an: die Bibel. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Um sein Leben zu retten, lässt Friedrich der Weise ihn auf die Wartburg entführen. Dort übersetzt Luther innerhalb von elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Seine Lehren finden immer mehr Anhänger. Doch der Preis dafür ist hoch: Entsetzt muss Luther erkennen, dass nicht nur die Bauern ihn gründlich missverstehen. Ihr Aufstand wird von den deutschen Landesfürsten blutig niedergemetzelt. In dieser dunklen Stunde findet Luther Trost und Unterstützung bei seiner späteren Frau Katharina von Bora. Doch der Kampf um die Reformation hat erst begonnen.

Features von "Luther"

Kinotrailer
Kapitel- / Szenenanwahl
Making Of
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten
Interviews
Audiokommentar
Hintergrund Info

Portraits

Martin Luther: Martin Luther (1483-1546) war Theologieprofessor an der Wittenberger Universität. Die Veröffentlichung seiner 95 Thesen zur Kritik gegen den Missbrauch des Ablasses markiert den Beginn der protestantischen Reformation. Durch seine Übersetzung der Heiligen Schrift in die deutsche Sprache wurde die Bibel erstmals auch für Laien verständlich.
Wilson Gonzalez Ochsenknecht: Uwe Ochsenknecht, geb. 1956, ist einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bambi, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Deutschen Filmpreis in Gold.
Mathieu Carrière: Mathieu Carrière, geb. 1950 in Hannover, ist Schauspieler und essayistischer Autor. Sein Leinwanddebüt gab er im Alter von 13 Jahren in der Thomas-Mann-Verfilmung 'Tonio Kröger'. International bekannt machte ihn 1966 die Rolle des Törless in 'Der junge Törless' von Volker Schlöndorff. Seither zahlreiche Rollen in Spielfilmen und Serien.

Bewertung unserer Kunden

Kundenbewertung: Bewertungen
Durchschnitt aus 1 Bewertungen:

Haben Sie auch eine Meinung zu diesem Produkt?
Sobald Sie angemeldet sind, können Sie die erste Bewertung schreiben.

 «die Kurie als Furie ... die Macht und Ohnmacht des Glaubens»  von einer Kundin oder einem Kunden (11.06.2011):

Diese Proklamation eines dekadenten Ausverkaufs der Religion mit Luther als asketischer Geistesblitz und Leo als ungehobelte Parodie auf die, allein auf Volksverdummung und Ablass erpichte Geistlichkeit ist wohl ein nicht allzu ernst zu nehmender, in Hollywoodmanier dargestellter DreiSterneHistorienschinken mit geringer Identifikationsmöglichkeit und mangelhafter Geschichtsauthentizität.

Trotz mehrfach gezeigter, teilweise witziger und erheiternder Dialoge Luthers im Ringen um die wahrhafte Aussage der Bibel sowie seiner, nicht zu überhörenden Zellenmonologe im affektiven, bodennahen Kampf mit dem Teufel, fehlt die cineastische Offenbarung eines religionsgeschichtlichen Abrisses über die schmerzhafte Entstehung der Evangelisch-Lutherischen Kirche und weiterer Konfessionen des Protestantismus, und es springt auch kein Funke der, die Kirche spaltende, religiösen Inbrunst des Mittelalters, angefacht durch diesen reformatorischen Ideologien und Idealisten mit ausschließlicher Orientierung an "Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes", auf den Zuschauer über.

Bleiben überzeugende, eindrucksvolle und soweit akkurate Sequenzen über spätmittelalterliche Dominanzen, prunkvolle Ausstattung und Kleidung, idyllische Stadtansichten und über das Volk in belassener Dummheit, Armut und Dreck und, neben ansonsten leidenschaftslosen Dialogen und in Mimik und Geste blassen Hauptdarstellern, als weitere sehenswerte Lichtblicke und Aktionen, ein freudig verschmitzt und grandios aufspielender Sir Ustinov als Friedrich der Weise sowie letztlich, konfrontiert von der Allmacht des Glaubens, die wie vom Blitz getroffenen Zuschauer mit ihrem Motto: "Hier sitzen wir und können nicht anders."


...richtig gestellt werden sollte zumindest:
* Die Einteilung der Bibel in Kapitel und Verse wurde erst 1551, also fünf Jahre nach Luthers Tod, vorgenommen.
* Als Luther in Rom einen Ablass erwirbt, beten Gläubige auf den Stufen fälschlicherweise das lateinische Vaterunser mit direkt angehängten Doxologie "Quia tuum est regnum ...(Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.)". Dieser Brauch kam in den reformatorischen Kirchen aber erst durch Luthers Bibelübersetzung auf.
* In den Gemächern des Papstes sieht man ein Modell des Petersdoms, das eindeutig dem Entwurf von Michelangelo nachempfunden ist, welcher aber erst einige Jahrzehnte später entstand.
* Per Buchdruck verbreitet wurden nicht die 95 Thesen sondern Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen", die Luther allerdings erst 1520 verfasste, also drei Jahre nach seinen Thesen.
* Das Antiquarium der Münchner Residenz ist zur Zeit Luthers noch nicht existent.
* Der Reichstag zu Worms findet vor den Fresken der Wartburg statt, die erst 1854/55 von Moritz von Schwind geschaffen wurden.
* Hieronymus Aleander wurde erst 1538 durch Papst Paul III. in den Kardinalsstand erhoben.
* Die Begegnung zwischen Friedrich dem Weisen und Martin Luther ist historisch nicht nachgewiesen.
* Der Film vermischt die Wittenberger Unruhen (ausgehend von Andreas Karlstadt) von 1522 (Luther als Junker Jörg auf der Wartburg) mit dem Bauernkrieg von 1525.


Bei Videoaufzeichnungen sind Widerruf und Rückgabe gemäß § 8 unserer AGB nicht möglich, wenn die gelieferten Datenträger vom Kunden entsiegelt worden sind.